Die Hüvener Wind- & Wassermühle

Die Hüvener Mühle

von Hermann Röttgers, Sögel
Sonderdruck aus dem Jahrbuch des Emsländischen Heimatbundes, Band 29 – 1983

Die Hüvener Mühle

Die Hüvener Mühle

Als man vor etwa 5000 Jahren zum Ackerbau überging, schufen die Jungsteinzeitleute zum Herstellen von Mehl die steinerne Reibmühle. Diese ersten Mühlen bestanden aus einem gemuldeten Unterstein mit einem Reibstein, der darauf hin und her geschoben wurde (mehrere Mühlen dieser Art sind im Emslandmuseum Clemenswerth in Sögel ausgestellt).

Etwa im 1. Jahrhundert v. Chr. gelang die Erfindung der Wassermühle. Sie dürfte über die Römer nach Deutschland gekommen sein. Ihre Verbreitung begann in den Gebieten nördlich der Alpen etwa im 4. Jahrhundert und kann im 12. Jahrhundert als abgeschlossen gelten. Um diese Zeit waren Wassermühlen in ganz Deutschland anzutreffen, so auch im Emsland. Im späteren Landkreis Meppen waren am Unterlauf der Nordradde die Overmühle, Neue oder Mittelste Mühle und die Nedermühle bereits im Jahr 946 (Osnabrücker Urk. Buch I Nr. 89) vorhanden.(1) Aus dieser oder etwas späterer Zeit stammen auch die drei Wassermühlen auf dem Hümmling in Börger, Brunefort/Stavern und Hüven. Die Mühle in Börger ist längst abgebrochen, die in Brunefort diente lange Zeit zum Antrieb einer Sägemühle, steht aber heute noch. Die Hüvener Mühle wurde 1950 wegen Baufälligkeit stillgelegt und ist seitdem Baudenkmal.

Alter Lageplan der Hüvener Mühle von 1850

Alter Lageplan der Hüvener Mühle von 1850

Im ältesten Register des Amtes Meppen aus dem Jahr 1534 ist der “Erffkotter tho Hüven de Moller”(2) erstmals schriftlich nachgewiesen. Im Jahr 1798 zahlten an den Richter auf dem Hümmling: der Müller zu Hüven 3 Scheffel Roggen à 16 Kannen, der Müller zu Brunefort und der Müller(3) zu Börger je 1 Widder. Die Hüvener Wassermühle wurde 1801 durch Feuer zerstört, aber sofort wieder aufgebaut, im unteren Teil aus Fachwerk ohne Querriegel, eine Art, die für Südengland und die Normandie typisch ist.

In den Spruchbalken wurde eingeschnitzt: “Wenn der Herr Diese Mühle nicht gebaut, So ist alles Umsonst + Die Darinnen Bauen + Johann Gert Müller und Anna Burken, Eheleute, Anno 1802 Den 21. Juni.” Diese Inschrift geht auf Psalm 127.1 zurück. Im Türsturz steht: “Wer anklopft, der wirdt Aufgetan” (Luk. 11.5 – 13). Darüber steht der Name des Mühlenbauers: Meister Steffen Dierkes.

Im Jahr 1812 beantragte der Munizipalrat Grüter(4) aus Hüven die Genehmigung zum Bau einer Kornwindmühle auf dem Dunshornesch, nördlich der Straße von Hüven nach Groß Berßen. Der Geometer(5) C. Bartels beschrieb dem Arrondissement(6) in Lingen am 23.01.1812 den Bauplatz als geeignet. Johann Gertmöller, Besitzer der Wassermühle, wandte sich in einem Gesuch an den Präfekten in Lingen und bat, dem Antrag Grüters nicht stattzugeben, da seine Wassermühle ausreichend sei, seine Mahlkunden zu befriedigen, und schrieb weiter, daß er die Mühle mit schwerem Geld angekauft und seine Familie lange Zeit Brot davon gehabt habe. Zur Bekräftigung seiner Aussage legte er ein Schreiben bei, worin neun Beerbte aus Hüven erklären, daß eine neue Windmühle nicht gebaut zu werden brauche, da sie zu jeder Zeit bei der Wassermühle “fertig werden könnten und die Bedienung gut sei”. Das Gesuch des Müllers hatte Erfolg.

Querschnitt durch die Hüvener Kornmühle und die Ölmühle und Walke

Querschnitt durch die Hüvener Kornmühle und die Ölmühle und Walke

Auf Antrag wurde dem Besitzer Gerhard Müller am 22.09.1818 die Genehmigung zum Anlegen eines Graupenganges erteilt durch die Königl. Großbritannisch-Hannoversche Regierung in Osnabrück. Für den neuen Gang war jährlich auf Martini 1 Taler Gold an den Kreiseinnehmer Beckmann in Meppen zu zahlen.

Der Müller hatte zur Abwehr der Konkurrenz behauptet, jederzeit seine Mahlgenossen bedienen zu können. Nun erhielt aber die Mittelradde, gleich wie die anderen Radden, ihr Wasser aus einem kleinen Niederschlagsgebiet. In regenarmen Zeiten konnte in der Hüvener Mühle nur dank eines großen gestauten Mühlenteiches das Notwendigste an Korn gemahlen werden.

"Wer anklofet der wirt aufgethan" – Eingang zur Mühle

“Wer anklofet der wirt aufgethan” – Eingang zur Mühle

Der Wassermüller in Börger löste dies Problem, indem er seine Wassermühle, mit der er bisher Korn gemahlen hatte, nun zu einer Öl- und Walkemühle umbaute.(7) Zusätzlich errichtete er 1832 eine Kornwindmühle. Anna Brunefort in Stavern ließ 1860 ebenfalls eine Kornwindmühle bauen und funktionierte die Wassermühle zu einer Knochen- und Walkemühle um, die ab 1886 als Sägemühle diente.

Der Müller in Hüven aber wollte auf seine Kornwassermühle nicht verzichten und bat den Mühlenbauer Bernhard Dierkes, Hüven – einen Sohn des alten Steffen Dierkes -, eine Lösung zu finden. Dieser hatte einen genialen Gedanken.

Er konstruierte eine Windmühle, die auf die Wassermühle gesetzt werden sollte. Eine Idee, die bisher in Deutschland wenig ausprobiert worden war. Die Windmühle sollte über eine Kupplung je nach Bedarf eingeschaltet werden können, um die Mühlensteine in Bewegung zu setzen. Es kann schon hier gesagt werden, daß diese Konstruktion ein voller Erfolg war, sonst hätte der Wassermüller in Herßum etwa zehn Jahre später nicht eine zusätzliche Windmühle bei Dierkes in Auftrag gegeben. Eine weitere Mühle dieser Bauart wurde 1876 in Petershagen-Lahde, Kr. Minden, errichtet.

Bauzeichnung von 1850

Bauzeichnung von 1850

Am 21. August 1850 wurde die Baugenehmigung für die Aufstockung der Hüvener Windmühle durch die Königlich- Hannoversche Landdrostei in Osnabrück erteilt. Man machte aber zur Auflage, die zur Vorbeugung von Unglücksfällen, welche durch das Scheuwerden der Pferde auf der neben der Mühle vorbeiführenden Poststraße von Lathen über Sögel nach Herzlake entstehen könnten, erforderlichen Vorkehrungen zu treffen. Das Standesherrliche Amt in Sögel wurde beauftragt, die Verhandlungen zu führen. Wegeaufseher A. Westermann berichtete am 7. Juli 1851: “Die Wasser u. Walkemühlen des Abel Müller(8) liegen in zwei Gebäuden sich gegenüber, 14 Fuß von der Straße entfernt. Die Wasserräder sind nicht verdeckt und in der Walkemühle wird oft gestampft, wodurch Pferde ängstlich und nur mit Mühe vorbei gebracht werden. Dem Mühlengebäude gegenüber wird die Radde recht hoch gehalten und bildet längs der Straße einen (gestauten) Teich, welcher stellenweise 7 bis 8 Fuß Tiefe hat. Da die Windmühle bereits in Arbeit ist und 60 Fuß hoch und davon die Flügel etwa 50 Fuß Länge halten sollten, wird nach meiner unvorgreiflichen Ansicht weniger gefährlich, weil der Stellboden (Galerie) einen weiten Umfang hat und man unvermittelt unter der Mühle vorbeifahren oder reiten muss.

Aus weniger glücklichen Tagen: Die Hüverner Mühle ohne Mühlenkreuz - um 1925.

Aus weniger glücklichen Tagen: Die Hüverner Mühle ohne Mühlenkreuz – um 1925.

Auch sollen viele Bäume gepflanzt werden, um von weither die Mühle zu verdecken. Eine Verlegung der Straße (im Zuge der Radderegulierung wurde diese Linienführung 1955 durchgeführt) etwa 20 Ruthen von der Mühle weg, würde mindestens 500 Reichsthaler(9) kosten.” Mit einer Verfügung vom 2. August 1851 gab sich die Königlich-Hannoversche Landdrostei in Osnabrück zufrieden, wenn die Räder der Wassermühle durch geeignete Vorkehrungen verdeckt würden. Hierfür war eine durchgehende Holzwand zwischen Straße und den beiden Mühlen vorgesehen.

Bereits im Dezember 1850 – also noch vor der Regelung dieser Sicherheitsmaßnahme – begann der Mühlenbauer Dierkes den Bau, der im Oktober 1851 mit dem Richten der Mühle beendet wurde. Dierkes beschäftigte während der Bauzeit elf Leute an insgesamt 724 1/3 Arbeitstagen. Als Zimmermann arbeitete hier auch der spätere Dombaumeister Bernhard Hensen aus Sögel.

Die Arbeitslöhne betrugen:

  • an kurzen Tagen (9 ½ Std.) Meister 10 Stüber Gehilfe 8 Stüber
  • an langen Tagen (12 ¼ Std.) Meister 12 Stüber Gehilfe 10 Stüber

(36 Stüber = 1 Reichsthaler)

Ohne "Bostklopper" undenkbar: der Müller Lukas Riedemann

Ohne “Bostklopper” undenkbar: der Müller Lukas Riedemann

Für die Beköstigung hatte der Müller zu sorgen.(10) Die Gesamtrechnung belief sich auf 202 Reichsthaler (Rth.) und 9 Stüber. Hierzu noch 20 Rth. für das Gerät zum Richten der Mühle. Der Mühlenbauer stellte nur die Löhne in Rechnung. Das gesamte Material lieferte der Besitzer. Als Kostenvergleich sollen Angaben aus dem Jahr 1840 herangezogen werden, die sich bis 1851 nur geringfügig verändert haben. Damals kosteten: ein Pferd 45, eine Kuh 15, ein Bulle 9, neun Hühner mit Hahn 1, ein Schaf 1 Rth.

Windmühlen waren sehr reparaturanfällig. Die Reparaturkosten für die Hüvener Mühle beliefen sich allein in der Zeit von 1855 bis 1865 auf 403 Rth.

Abel Müller war einer der ganz wenigen Müller, der seine Rechnungen pünktlich und bar bezahlte. Meistens ließ er seine Rechnungen von einer Papenburger Segelschiffsreederei überweisen, an der er beteiligt war. Er war ein vermögender Mann und besaß einen großen Bauernhof. Die Mühle hatte zwei Mahl- und einen Pellgang. Der Pellgang diente zur Herstellung von Graupen. Es wurde hauptsächlich Roggen geschrotet, aber auch Buchweizenmehl hergestellt. Im Beutelgang(11) wurde Feinmehl erzeugt. In der Ölmühle verarbeitete man Flachs- und Rapssamen, in der Walkemühle wurden die aus Heidschnuckenwolle gewebten Stoffe durch Stampfen geschmeidig und damit auch reißfester gemacht. In dem zur Mühle gehörenden Wohnhaus des Pächters war eine Schenkwirtschaft. Ab 1890 pachtete Lukas Riedemann die Mühle. Er entstammte einer Hümmlinger Familie, zu der auch jener Riedemann gehörte, der als Schiffsreeder das erste Tankschiff der Welt bauen ließ.

Der Müller Riedemann war wegen seiner Volkstümlichkeit weit über die Grenzen des Emslandes bekannt. Ohne Bostklopper (12) und seine alte Kappe auf dem Kopf sah man ihn nicht. Sein Bild wurde sogar von einer großen Zigarettenfirma den Packungen beigelegt. Im Jahr 1934, am 2. März, feierte er seinen 75. Geburtstag; seit 44 Jahren war er Pächter der Mühle.

Nach dem Tod des Vaters übernahm sein Sohn Heinrich die Pachtung bis zum Zusammenbruch des Mühlenstaus 1950. Die Mühle wurde stillgelegt und damit der Zerstörung ausgesetzt.

Die Geschäftsführerin des Emsländischen Heimatbundes, Frau Dr. Schlicht, rief 1950 alle Heimatfreunde auf, die Mühle – “ein Kleinod alter Baukunst” – nicht dem völligen Verfall preiszugeben.

Nach derer Restaurierung eines der schönsten technischen Kulturdenkmäler Deutschlands

Nach derer Restaurierung eines der schönsten technischen Kulturdenkmäler Deutschlands

1952 brachte ein weiteren Aufruf zur Wiederinstandsetzung die ersten Spenden. Geldspenden kamen vom Bezirksverein Deutscher Ingenieure in Osnabrück, der für die Erhaltung der Mühle als technisches Kulturdenkmal großes Interesse hatte und einen größeren Betrag zur Verfügung stellte, und von Heimatfreunden aus dem Münsterland.

Da im Rahmen von Regulierungsarbeiten die Mittelradde bei Hüven ein neues Bett erhielt und die Mühle seitwärts liegenblieb, mussten zuerst Gelder für die Neufundamentierung der Mühle beschafft werden. In einer Kreistagssitzung im Oktober 1954 wurde der Beschluss gefasst, 3.000,00 DM für die dringendsten Sicherungsarbeiten zur Verfügung zu stellen, in der Hoffnung, daß nunmehr eine Hilfe von staatlicher Seite gewährt würde.

Hüvener MühleIm Jahr 1955 erwarb der Kreisheimatverein Aschendorf-Hümmling von der Familie Peiffer-Schlagge die Mühle. Da vorerst Landesmittel ausblieben, rief der Kreisheimatverein Aschendorf-Hümmling eine Spendenaktion ins Leben. In erster Linie war es dem persönlichen Einsatz des 1. Vorsitzenden August Löning mit besonderer Unterstützung des Geschäftsführers Hans Engeln zu danken, daß, nachdem die Firma Bunte in Papenburg der Mühle ein Betonfundament gegeben hatte, der Mühlenbauer Mönck aus Ostgroßefehn am 07.05.1956 mit der Restaurierung beginnen konnte, die im August 1957 abgeschlossen wurde. Die Bauleitung hatte Bauingenieur B. Kuper.

Die Gesamtkosten für den Wiederaufbau beliefen sich auf 71.565,95 DM, wovon Mönck 25.942,15 DM erhielt. Die Spenden und Beihilfen setzten sich wie folgt zusammen: Beihilfen der Landkreise Meppen und Aschendorf-Hümmling je 9.000,00 DM, Beihilfe des Landes Niedersachsen 12.500,00 DM, Verkauf von Bausteinen 4.949,46 DM, Spenden 36.116,49 DM. Die Ausrüstung der Mühle mit Mahl- und Beutelgängen ist voll erhalten, das Wasserrad dreht sich im Leerlauf. Wegen der Umleitung der Radde fließt nur wenig Wasser durch das alte Bett, und dem Rad fehlt die Kraft, die Mühlsteine zu bewegen.

Am 30. September 1957 wurde die Hüvener Mühle im Rahmen eines Kreisheimattages feierlich eingeweiht.

Anmerkungen:
  1. Die Overmühle gehörte zum Hof Übermühlen in Meppen-Vormeppen. Die Mittelste Mühle ist die sogen. Herrenmühle. Sie befindet sich im Eigentum von Müller Kosse. Anstelle eines Wasserrades wurde eine Turbine eingebaut. Die Nedermühle gehörte zum Hof Kosse, war aber schon vor 1795 nicht mehr vorhanden.
  2. Als Erffkötter bezeichnet man eine von einem Erbe (Bauerngut) abgebaute Stelle, die vom Stammhof getrennt wurde.
  3. Das Gehalt des Richters bestand aus Geld, Naturalien, Vieh und Dienstleistungen.
  4. Der Hümmling gehörte in der französischen Zeit (1809 – 1813) zum Arrondissement (unterer Verwaltungsbezirk) Lingen. Zu dieser Zeit wurden Gemeinderäte Munizipalräte genannt.
  5. Geometer = Landvermesser.
  6. Siehe 4.
  7. Die Gewinnung von Pflanzenöl geschah auf einfachste Weise. Die ölhaltigen Samen wurden in der Ölmühle zerquetscht, der Brei erwärmt und ausgepresst. In der Walkemühle wurden Tuche aller Art durch Stampfen geschmeidig gemacht.
  8. Der Hüvener Müller besaß außer der Wassermühle eine ebenfalls von der Radde angetriebene Walk- und Ölmühle. Das Alter dieser Mühle konnte bisher nicht ermittelt werden.
  9. Die vor wenigen Jahrzehnten gebräuchliche Relation – 1 Reichsthaler = 3 Reichsmark – kann auch heute noch einen ungefähren Anhaltspunkt für Preisvergleiche in der Gegenwart bieten.
  10. Im Jahr 1851 verdiente ein lediger Mühlenbauer pro Tag (12 ¼ Std.) bei eigener Kost 17 Stüber à 0,0833 Mark. Im März 1982 verdiente ein lediger Zimmermann zu den gleichen Bedingungen 89,79 DM netto.
  11. Wollte der Müller Feinmehl herstellen, so bediente er sich beim Mahlen des Beutelganges. Das Mahlgut fiel durch den Mahltrichter in die Beutelkiste und wurde durch seitwärtsgehende Schüttelbewegung gesiebt. Die Siebe der Beutelkiste bestanden aus feinem Seidengewebe.
  12. 30 cm lange Hängepfeife.
    1. Staatsarchiv Osnabrück, Dep 62 b E VIII. 29 Rep. 350 Hüm, Fach 100 Nr. 13.
    2. Anschreibebuch des Mühlenbauers Dierkes aus Hüven.
Use Eemsland (von Friemann)

Dör dat flacke Land noah Norden
trecht dat Eemsewater henn,
grout iß düsse Strom nich worden
tüschken Weideland und Venn.

In Westfalen iß däi Quelle
midden in denn Sennesand,
kläin und friedlich ligg däi Stelle,
unbesungen, unbekannt.

Wor däi Eems noch recht bescheiden
dör dat Land Westfalen gaiht,
in däi groten fetten Weiden
rodetwittet Melkväih staiht.

Noaßen dann, in`t Eemslande
ändert sück dat ganze Bäld
und an jede Öiwerkante
dat Schwattbunte sück gesellt.

Houge Dieke bünt hier bauet,
bräit und mächtig in der Dat,
schwoare Fluten sicher stauet,
uß beschärmt vör Not und Schad´.

Du büst noch bescheiden bläwen
Land an Eems und Hasekant,
häst Geborgenheit uß gäwen,
läiwet moijet Heimatland.