Die Wassermühle Brunefort

Herausgeber: Heimatverein Aschendorf-Hümmling

Die Geschichte der Staverner Mühlen

Die Wassermühle Brunefort

von Hermann Röttgers, Sögel

Die erste Wassermühle auf deutschem Boden lag an einem Nebenfluß der Mosel und ist für 370 n. Chr. bezeugt. Bis etwa 800 waren die Wassermühlen bis in den Nordseeraum vorgedrungen. Beweise dafür sind ein Mühlenbach bei Bremen, 788 erwähnt, und eine Wassermühle in Fedderwarden bei Wilhelmshaven, die 800 von Dominikanern erbaut worden war. In der Fachliteratur (1) wird die Einführung der Wassermühlen in Niedersachsen etwa für die Zeit von 600-800 n. Chr. angegeben.

Staverner Bockwindmühle in frühester Zeit

Staverner Bockwindmühle in frühester Zeit

Im Jahr 946 gab es am Unterlauf der Nordradde, in Vormeppen, schon drei Wassermühlen: Die Cossenmühle, die herrschaftliche “mittelste” Mühle und die Übermühle (2). Die obere und die untere Mühle dienten wohl ausschließlich dem privaten Bedarf. Es ist unwahrscheinlich, daß sonst auf so engem Raum drei Wassermühlen existieren konnten, zumal der Landesherr den Einzugsbereich seiner Mühle festlegen konnte. Aus dieser Zeit dürften auch die Wassermühlen in Stavern, Hüven und Börger stammen. Die großen Bauernschaften des Mahlbezirks Klein und Groß Stavern, dazu gehörten neben den beiden Orten unter anderem Wahn, Sögel sowie Kl. Berßen, erforderten schon mechanische Mühlen.

Das Mahlen auf der steinzeitlichen Handreibemühle oder das Zerstoßen des Getreides in Mörsern, meist eine Arbeit der Frauen, war doch allzu mühsam. Die erwähnten Hümmlinger Mühlen sind zuerst im Viehschätzungsregister von 1545 nachgewiesen. Nur die Mühle von Börger war bereits im Lehnbuch des Fürstbischofs von Osnabrück, Konrad III (1455-1482), verzeichnet. Zu Esterwegen bauten die Johanniter im 13. Jahrhundert eine Wassermühle. Der ehemalige Mühlenteich an der Ohe ist auf Luftbildern heute noch gut zu erkennen. Die Wassermühle Brunefort in Groß Stavern liegt an einer alten Furt der Nordradde. Dieser Übergang wurde als “Furt des Brun” bezeichnet. Daraus entstand auch der Familienname Brunefort. Der Hof war ein Osnabrücker Lehen seit 1364. Lehnsträger waren die Familien Swartewolt und Pyll. In unmittelbarer Nähe der Mühle befinden sich heute noch zwei Großsteingräber aus der jüngeren Steinzeit (4000-1800 v. Chn) sowie mehrere Hügelgräber aus der Bronzezeit (etwa 1800-700 v. Chn). Es handelt sich hier um uraltes Siedlungsgebiet. Möglicherweise gab es noch ein weiteres Steingrab, das 1749 zerstört wurde. Ein Gerhard Schuten aus Sögel holte damals in landesherrlichem Auftrag “Kieselsteine” (3) von Brunefort, die mit Pulver gesprengt und vielleicht beim Bau der Schloßanlage in Clemenswerth verwendet wurden.

Hier kreuzten sich auch zwei damals bedeutende Verkehrswege: Die Heerstraße von Münster nach Sögel und die Post- und Handelsstraße, die von Osnabrück ins Ostfriesische führte. Der König von Preußen überquerte hier im Jahre 1755 die Nordradde auf dem Weg zu seinen ostfriesischen Besitzungen. Die kurfürstlichen Jagdgesellschaften, Handelsleute, Roßhändler und immer wieder Soldaten wären ohne diesen Raddeübergang nicht ans Ziel gekommen. Wie bei allen Wassermühlen im Flachland hatte man auch in Brunefort mit dem Überströmen der Wiesen oberhalb der Mühle zu kämpfen. Im Jahre 1784 beschweren sich 25 Eingesessene aus Groß Stavern und Klein Berßen bei ihrem Landesherrn “von Gottes Gnaden Maximilian Franz, Erzbischof zu Köln, Bischof zu Münster pp.” über diesen immer wiederkehrenden Mißstand. Dieser beauftragt daraufhin einen Leutnant Bartels mit einer Untersuchung. Im Beisein der Beteiligten und des Mühlenmeisters Joan Kone aus Hüven stellte Bartels fest, daß die Schüttbalken unversehrt waren und kam zu dem Ergebnis, daß man nur Abhilfe schaffen konnte, indem das Wasser durch einen Zuggraben abgeleitet oder die Krümmungen unterhalb des Baches durchstochen oder gereinigt würden. Diese Maßnahmen wurden 1971 im Zuge der Regulierung der Nordradde übertrieben durchgeführt.

Die Staverner Wassermühle ist bald nicht mehr in der Lage, den Anforderungen ihrer Mahlkunden zu genügen. Frau Anna Brunefort läßt deshalb 1860 eine moderne Windmühle vom Typ eines Erdholländers bauen. Baumeister war wahrscheinlich der Mühlenbauer Augustin Dierkes aus Groß Stavern, Sohn des bekannten Hüvener Mühlenbauers Stefan Dierkes. Er wurde auch Pächter der neuen Windmühle.

Als sich nach der Jahrhundertwende auf den Höfen die sogenannten Schrotmühlen verbreiteten, wurde auch diese Mühle bald überflüssig. Der Müller schaffte sich zwar noch einen Dieselmotor an, um windunabhängig zu sein, allmählich begann die Mühle jedoch zu verfallen. Über die Familien Brunklaus, Wotte und später die Familie Heinrich Wessels kam sie 1967 in den Besitz des Heimatvereins Meppen und wurde unter erheblichen Kosten restauriert. Leider starb am 24. 9. 1974 diese wunderschöne Mühle den Feuertod. Ein Wiederaufbau der Mühle ist wegen der hohen Kosten bislang unterblieben.

Die auf Pfählen gegründete alte Kornwassermühle wurde 1861, nach Fertigstellung der Windmühle, zu einer Walkmühle umgebaut. Unter Walken versteht man das Stampfen gewebten Tuches, um den Stoff reißfester und geschmeidiger zu machen. Angeschlossen war außerdem eine kleine Knochenmühle, mit der Knochenabfälle zu Dünger vermahlen wurden. Im Jahre 1870 pachtete Hermann Wessendorf aus Bakerde die Mühle, die er später kaufte. Sein Sohn Gerhard baute sie 1886 zu einer Sägemühle um. Das 4,20 m große Mühlenrad erzeugte 15 Pferdestärken. Nach der Elektrifizierung wurde zunächst nur zusätzlich mit Strom gearbeitet. Als 1971 die Nordradde reguliert worden war, blieb dies die einzige Antriebskraft. Der Mühlenbach wurde umgeleitet. 1985 begann der Kreisheimatverein Aschendorf-Hümmling mit der Restaurierung, die 1987 abgeschlossen wurden. Das einhundert Jahre alte Sägewerk bleibt voll erhalten.

Deimanns Walk- und Oelmühle in Klein Stavern

Deimanns Walk- und Oelmühle in Klein Stavern

Eine zweite Wassermühle in Stavern befand sich nahe der Straße von Klein Stavern nach Klein Berßen. Sie gehörte, ebenso wie eine Bockwindmühle, zum Münsterhof Deimann. Bei dieser Wassermühle handelte es sich um eine Walkund Oelmühle. Sie wurde 1800 abgängig. Am 28. 3.1800 erteilte der Landesherr die Genehmigung zu ihrer Erneuerung. Auch diese Mühle befand sich auf uraltem Siedlungsland. Vier Großsteingräber und mehrere Hügelgräber liegen in der Nähe. Die Mühle wurde 1927/28 abgebrochen.

Der Hof Deimann war bereits um 1400 ein münsterisches Lehen. Es ist nicht ausgeschlossen, daß die Bockwindmühle schon um diese Zeit erbaut wurde. Baumeister war ein Mitglied der Familie Deimann. Zeugnis von dieser Mühle gibt ein Vertrag zwischen Johann Deimann und der Familie Brunefort, der am 29.03. 1653 von Richter Engelbert Lethmate (1638-1658) in Sögel paraphiert wurde und folgenden Inhalt hat:

“Deimann verkauft seine alte Windmühle an Brunefort. Dafür soll DeiMann auf ewig das Recht haben, sämtliches Korn, was sie mit Wagen und Pferd zur Brunefortmühle brachten, zollfrei mahlen zu lassen und daß ihnen vor allen Anderen sogleich geholfen werden soll”
Auf dieses Vorrecht verzichtet Deimann 1840 gegen eine Entschädigung von 140 Reichstaler. Dieser Vertrag wurde vor dem Notar Nicolaus Anton Bueren in Sögel beurkundet. Brunefort hat die Mühle nach dem Kauf abgebrochen.

Quellenverzeichnis:
  1. Nieders. Mühlengeschichte von Wilh. Kleeberg
  2. Osnabrücker Urkundenbuch B.I., Nr. 89
  3. “Sögel im Spiegel seiner Häuser” von Holger Lemmermann
Bericht über die Renovierung der Wassermühle Brunefort

von Karl-Heinz Weber, Lathen

Seit Anfang der 70er Jahre versucht der Heimatverein Aschendorf-Hümmling e. V., die Wassermühle Brunefort in Stavern zu erhalten. Die Bemühungen scheiterten immer wieder an den sehr hohen Kosten, für die eine Finanzierung absolut undenkbar erschien.
Durch die Erfahrungen mit der Durchführung von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen wurde der Jahreshauptversammlung 1984 von der Geschäftsführung der Vorschlag unterbreitet, verstärkt Bemühungen zur Erhaltung von Brunefort zu unternehmen. Bereits ein Jahr später, nämlich in der Jahreshauptversammlung 1985, konnte beschlossen werden, die Renovierung und Restaurierung in Angriff zu nehmen.

Vor der Renovierung

Vor der Renovierung

Das Arbeitsförderungsgesetz bietet unter gewissen Voraussetzungen die Möglichkeit, Arbeiten in eigener Trägerschaft durchzuführen, für die gewerbliche Unternehmen entweder nicht zu Verfügung stehen oder wenn die durchzuführenden Arbeiten für ein Unternehmen uninteressant sind. Auf dieser Grundlage hat der Verein zwei Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen beantragt und durchgeführt, in denen für die Dauer von zwei Jahren acht Jugendliche und zwei ältere Arbeitnehmer Beschäftigung gefunden haben. Die Personalkosten von rd. 680.000,- DM wurden voll von der Arbeitsverwaltung getragen.

Die Material- und Sachkosten wurden vom Landkreis Emsland – Außenstelle Aschendorf-Hümmling – mit 140.000 DM ermittelt. Diese Kosten wurden finanziert durch Zuschüsse des Landes Niedersachsen (40.000,- DM), des Landkreises Emsland (33.000,-) und der Gemeinde Stavern und der Samtgemeinde Sögel (30.000,- DM). Der Restbetrag entfiel auf den Heimatverein Aschendorf-Hümmling e. V.. Zur Finanzierung einer erforderlichen Darlehnsaufnahme hat die Arbeitsverwaltung einen kapitalisierten Zinszuschuß bewilligt. Der Finanzierungsrahmen ist eingehalten worden, so daß zusätzliche Kosten auf den Verein nicht zukommen.

Die Durchführung einer öffentlichen Investition in der genannten Höhe an einem Objekt, das im Privateigentum steht, konnte nur so erfolgen, daß der Öffentlichkeit Rechte eingeräumt wurden. So ist ein Vertrag zwischen Georg Hilmes und dem Verein geschlossen worden, wonach das Sägewerk für die Dauer von 30 Jahren der Öffentlichkeit kostenlos für Besuchszwecke zur Verfügung gestellt wird.

Mit den Bauarbeiten wurde am 1. September 1985 begonnen. Die Arbeiten bestanden aus drei Abschnitten, zum einen der Restaurierung und Renovierung des historischen Sägemühlenteils, als zweites der Umwandlung eines ehemaligen Holztrockenschuppens in eine Unterstellhütte und zum letzten der Instandsetzung der Fassade des jetzigen Sägewerks. Es begann mit dem schwierigsten Teil der Arbeiten. Die historische Wassermühle, die nach den Feststellungen von Hermann Röttgers um 1860 in eine Walkmühle umgebaut worden war, war hinsichtlich des Mauerwerks und des Fachwerks in einem äußerst schlechten Zustand. Insbesondere die Fundamente waren völlig ausgebrochen, und es war schon erstaunlich, daß das Gebäude noch nicht zusammengefallen war.

Wie kann man nun das Fundament eines Gebäudes erneuern, ohne die aufstehende Baulichkeit vorher zu entfernen? Besonders schwierig wird es, wenn eine Wassermühle betroffen ist, die ja, wie der Name schon sagt, am oder besser noch im Wasser steht. Der Mühlenteich, der zwar nach der Radderegulierung keinen unmittelbaren Durchfluß mehr hatte, führte ständig Wasser, weil ein Überlauf aus Gräben und Teichsystemen ihn speisten. Er mußte also zunächst trockengelegt werden, und dann mußte das Fundament durch Aufschütten eines Dammes gegen nachlaufendes Wasser gesichert werden. In einem 24-stündigen Einsatz haben die Feuerwehren der Samtgemeinde Sögel das Wasser ausgepumpt. Die Mitarbeiter des Vereins haben dann mit Schaufeln und Karren den Damm geschüttet. Trotzdem entstand ein so erheblicher Wasserdruck, auch vom Grundwasser her, daß rund um die Uhr Pumpen liefen, um das nicht zu gebrauchende Wasser abzupumpen.

Die Gründung

Die Gründung

Nachdem der Teich leergepumpt war, konnte festgestellt werden, daß das gesamte Gebäude auf Pfählen gegründet ist. Zur Technik der Gründung kann man sagen, daß Eichenpfähle offensichtlich in den morastigen Untergrund gerammt wurden und solange größere Steine darauf geworfen wurden, bis ein weiteres Absacken nicht mehr auftrat. Auf diesen dann so lose aufeinander geschütteten Findlingen ist dann die Gründung des Fachwerks vorgenommen worden.

Mit einem erheblichen Arbeits- und Zeitaufwand ist zunächst das gesamte Gebäude abgestützt worden. Nachdem durch dieses Abstützen das Fundament entlastet war, sind die im Fundament befindlichen Findlinge entfernt worden, und zwar sämtlich in Handarbeit unter Zuhilfenahme von Seilwinden, weil maschinelle Arbeit einfach nicht möglich war. Auf der Fundamentinnenseite ist eine nicht sichtbare Stahlbetonsohle gegossen und eine Betonwand hinter die Findlinge gesetzt worden. Die Fundamentfindlinge wurden danach wieder ins Mauerwerk eingepaßt, mit Beton vergossen und mit Ankern mit der Betonstützwand verbunden.

Nachdem das Fundament genügende Trag- und Standfestigkeit erhalten hatte, ist dann das gesamte Mauerwerk abgetragen, gesäubert und anschließend neu vermauert worden. Fachwerkriegel wurden dort, wo es erforderlich war, erneuert. Als Materialien sind nur zu einem sehr geringen Teil neue Werkstoffe verwendet worden. Soweit zusätzliche Materialien erforderlich wurden, sind diese aus einem alten Bauernhaus in Klein Stavern, das der Verein gegen Abriß erworben hatte, gewonnen worden. Die Dacheindeckung ist ebenfalls völlig erneuert worden. Die Hohlziegel konnten von einem Bauerngehöft in Haren-Erika gegen Übernahme der Abdeckarbeiten übernommen werden. Das Eindecken mit Strohdocken, die in Rhede gefertigt worden sind, war auch für die Facharbeiter eine nicht alltägliche Arbeit. Dennoch ist sie ausgezeichnet gelungen, und das Dach ist dicht. Der First besteht aus selbstgestochenen Heidesoden.

Neu angefertigt sind die Fenster und Türen des historischen Mühlenteils sowie das Wasserrad und die Abschottungskonstruktion. Auch hier wurden keinerlei Fremdarbeiten notwendig. Alle erforderlichen Schreiner- und Zimmermannsarbeiten wurden von den Mitarbeitern des Vereins erledigt. Zwar reicht die Wasserkraft nicht mehr aus, das Rad in Bewegung zu setzen, doch ist es so ausgezeichnet gebaut, daß man es mit der Hand drehen kann. Es wäre sehr zu wünschen, in einem späteren Bauabschnitt wie in Hüven einen kanalisierten Zulauf von der Radde zu schaffen, um das Rad wieder betreiben zu können.

Der zweite Bauabschnitt war die Nutzbarmachung eines ehemaligen Holztrockenschuppens, der östlich der Wassermühle steht. Hieran hatte insbesondere die Gemeinde Stavern ein Interesse, um Gästen und Interessierten eine Unterstellmöglichkeit zu bieten. Da dieses Gebäude aber vom Eigentümer der Mühle als Holzlager genutzt wurde, mußte zunächst für diesen an anderer Stelle entsprechende Platzkapazität geschaffen werden. Durch Umbau eines zweiten Schuppens, der westlich der Mühle steht, und Vergrößerung von dessen Grundfläche konnte dieses Problem gelöst werden. Vom Trockenschuppen ist dann nur die Balkenkonstruktion stehengeblieben. Sämtliche Holzaußenund Innenwände sowie das Dach sind erneuert worden. Daneben entstanden dann der Rastplatz mit dem vorgelagerten Parkplatz. Dieser Rastplatz ist sicherlich besonders für Fotografen und Hobbymaler von Interesse, weil er einen eindrucksvollen Blick auf die Wassermühle ermöglicht.

Als letzter Bauabschnitt ist dann noch die Erneuerung der Fassade des jetzigen Sägewerkteils zu nennen. Auch hier sind die Holzverbretterungen der Straßenseite erneuert und die Fenster gesäubert, mit einem neuen Anstrich versehen und zum Teil neu verglast worden. Von der Straßenseite wurde eine Regengosse mit Ablauf aus Findlingen verlegt.

Nachdem die Arbeiten nun sämtlich fertiggestellt sind, ist rückblickend festzuhalten, daß trotz vieler Schwierigkeiten, die sich immer wieder auftaten, mit vereinten Kräften ein gelungenes Werk der Öffentlichkeit übergeben werden kann. Ein für den Bereich des Hümmlings einzigartiges Baudenkmal ist in seiner Ursprünglichkeit erhalten geblieben. Es wird sicherlich im Laufe der Zeit viele Interessierte nach Stavern locken. Die öffentliche Investition von rd. 800.000,- DM ist sicherlich gerechtfertigt.

Bemerkenswert an diesem Bauvorhaben ist sicherlich auch, daß es in einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, in der überwiegend Jugendliche beschäftigt waren, durchgeführt wurde. Zwar war die Gesamtdurchführung nur dank der begleitenden Aufsicht durch das Hochbauamt des Landkreises Emsland – Außenstelle Aschendorf-Hümmling – möglich, doch es soll nicht unerwähnt bleiben, daß viele Lösungsvorschläge von den jugendlichen Arbeitnehmern gemeinsam mit ihren Vorarbeitern erarbeitet, durchdacht und durchgeführt wurden. Alle haben viel dazugelernt, insbesondere in Bereichen, die in der Schnellebigkeit der Ausbildungszeit nur noch am Rande vermittelt werden. Allen am Bau beteiligten Handwerkern sagt die Geschäftsführung des Heimatvereins Aschendorf-Hümmling e. V. hiermit herzlichen Dank.

Ein besonderer Dank wird ebenfalls allen Geldgebern entboten. Aber auch die immaterielle Hilfe durch die Bauaufsicht, Gespräche und Vermittlungen Aus besseren Zeiten sollen mit dem gebührenden Dank bedacht sein. Nur durch das Zusammenwirken aller Beteiligten und verantwortlichen und auch nicht verantwortlichen Stellen ist es möglich geworden, dieses Projekt in die Tat umzusetzen.

Stavern, im September 1987