Wippinger Durchfahrtsmühle bald wieder funktionsfähig

Reparaturarbeiten angelaufen

Wippingen. Mit dem jetzt vollzogenen Startschuss für die seit langem geplante Reparatur der Wippinger Durchfahrtsmühle geht ein lang ersehnter Wunsch des Kreisheimatvereins als Eigentümerin dieses technischen Baudenkmals und der aktiven Mitglieder des Wippinger Heimatvereins in Erfüllung. Dies betonte der 1. Vorsitzende des Kreisheimatvereins, Karl-Heinz Weber , dem der Geschäftsführer der Emsländischen Sparkassenstiftung einen Scheck in Höhe von 10.000,00 € für die Arbeiten überreichte.

Wippinger Durchfahrtsmühle bald wieder funktionsfähigDie Holländer Durchfahrtsmühle in Wippingen wurde in den Jahren 1860 bis 1862 im Auftrage einer Interessengemeinschaft, bestehend aus Steinbilder, Sögeler und Wippinger Bauern, erbaut. Der Heimatverein Aschendorf-Hümmling e. V., der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Wind- und Wassermühlen seines Vereinsgebietes als herausragende Kulturgüter der Region zu erhalten, hatte dieses technische Kleinod erworben, um es vor dem Verfall zu retten. In der Vergangenheit wurden daher immer wieder umfangreiche Sanierungs- und Reparaturarbeiten notwendig, um das Gebäude der Nachwelt erhalten zu können. Mit den jetzt angelaufenen Sanierungs- und Reparaturarbeiten soll nicht nur der Erhalt dieses technischen Baudenkmals sichergestellt werden. Nach Auskunft der Vertreter des Kreisheimatvereins wurde im Rahmen dieser Sanierung, für die insgesamt 115.000,00 € veranschlagt wurden, auch eine Reparatur des Innenlebens der Mühle beauftragt. Damit soll sichergestellt werden, dass erstmals seit Jahrzehnten in Wippingen wieder nach historischem Vorbild in der Mühle Korn gemahlen werden kann. Wie Geschäftsführer Hans Albers auf der Baustelle mitteilte, sei es äußerst schwierig gewesen, die nicht unerheblichen Investitionskosten für diese Sanierung sicherzustellen. Neben der Emsländischen Sparkassenstiftung, die sich an diesem Projekt mit 10.000,00 € beteiligt, habe letztendlich der Landkreis Emsland die Gemeinde Wippingen mit 34.500,00 € mit einer Zuwendung aus dem Programm zur Integrierten Ländlichen Entwicklung (ZILE) des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung beigetragen. Ebenso stellen die Deutsche Stifung für Denkmalschutz, der örtliche Heimatverein und die Gemeinde Wippingen mit weiteren finanziellen Mitteln sicher, dass im Zuge dieser Reparatur- und Sanierungsarbeiten die Außenhaut der Mühle saniert wird und die Mühlentechnik ergänzt bzw. repariert wird, damit nach historischem Vorbild in kürze in Wippingen wieder Korn gemahlen werden kann.